Sonntagswanderung - Von Offenbach zur Burg Dreieichenhain

06.01.2026

Gleich zu Beginn des Jahres am 4. Januar, lud unserer Sektion zur ersten Monatswanderung. 23 Mitglieder folgten dem Aufruf und starten einmal vom Offenbacher Rathaus und die nächste Gruppe am Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe um von dort aus gemeinsam nach Dreieichenhain zur Burg zu wandern.

Pünktlich um 10:15 Uhr begrüßte Wanderleiter Dr. Thomas Woznik die dort anwesenden 13 Mitglieder und führte kurz in den Weg des ersten Abschnitts ein, der an vielen historisch bedeutsamen Gebäuden Offenbachs vorbeiführen sollte. Gleich am Rathaus ging's am ehemaligen Modehaus „Hassert“ vorbei, welches vom ehemaligen Fürsten, Wolfgang Ernst II zu Isenburg und Büdingen und seiner Frau Prinzessin Ernestine Esperanza Viktoria erbaut wurde. Die Prinzessin war in Offenbach als große Wohltäterin für die Armen bekannt. Später ab 1863 zog dann die Post dort ein und wiederum einige Jahre später mutierte das Gebäude bis 1999 zum stadtbekannten Modehaus. Weiter ging's zur alten Synagoge im ehemaligen Judenviertel um die Gr. Marktstraße. Hier gibt's heute noch die Grundmauern sowie eine Steele mit Gedenktafeln zu sehen. Weniger schön war dann der Gang durch die Große Hasenbachstrasse zum Geburtshaus des berühmten Schauspielers Josef Offenbach in der Gustav-Adolf-Straße 48. Offenbach hieß natürlich von Geburt an nicht so, sondern: Ziegler. Bei seiner ersten bedeutsamen Anstellung im Nationaltheater Mannheim hießen 4 Schauspieler Ziegler, so dass er dort kurzerhand vom Intendanten nach seinem Geburtsort Offenbach umbenannt wurde. Von dort war es nicht weit zur ehemaligen Bundesmonopolverwaltung für Alkohol, deren Gebäude heute noch interessante Glasfenster ortsnaher Künstler enthält. Leider waren sie nicht zu besichtigen, da das Gelände inzwischen vollständig abgesperrt ist. Nach so viel Kultur ging's in flotten Schritten zum Waldschwimmbad auf der Rosenhöhe, wo mit Begeisterung die zweite Gruppe um unseren Wanderwart Holger Hanke begrüßt wurde. Der Redebedarf der beiden Gruppen war vom Wanderleiter kaum zu bremsen, so dass er zu schulmeisterlichen Methoden griff, um die gesamte Gruppe noch einmal zu begrüßen und den weiteren Fortgang der Wanderung zu erläutern. Denn es sollte ab der Rosenhöhe über die Autobahn A3 bei Gravenbruch vorbei, durch die Wälder Dreieichenhains und am Gut Neuhof vorbei nach Dreieichenhain gehen. Nun waren Zwiegespräche der Teilnehmer vom Wanderleiter wieder "erlaubt".

Zunächst ging’s auf frei gefegten, dann auf verschlungene Pfaden Richtung Autobahn und vorbei auf etwas schneeglatten Wegen an der Siedlung Gravenbruch vorbei. Mitten im Dreieichenhainer Forst konnte dann die Gruppe entscheiden, ob sie eine sog. Nord- oder Süd-Route nach Dreieichenhain wandern möchte. Die Gruppe entschied sich eindeutig für die Süd-Route, wo es gleich an der Gotthard-Franke-Hütte eine Rast gab. Weiter ging’s auf dem Europäischen Fernwanderweg 1 (Nordsee-Mittelmeer) zum Golfplatz und zur bekannten Allee am Gutshof Neuhof vorbei zu den Stangenpyramiden bei Dreieichenhain. Hier kann man kaum vorbeilaufen, denn die Stangen bieten ein schönes Motiv für ein Gruppenfoto. Die restlichen 15 Minuten zur Burg nach Dreieichenhain und in die Gaststätte zur Alten Burg waren dann kein Problem mehr. Schön, dass es in der Gaststätte für unsere Gruppe ein eigenes Zimmer zum Essen gab. Hier ließen es sich die Teilnehmer bei riesigen Portionen und gut schmeckenden hessischen Gerichten wohlergehen. Gegen 16:30 Uhr eilten  dann die viele Teilnehmer zum Bahnhof um mit dem Zug zurück zum Rathaus nach Offenbach zu fahren.

Link zum Weg und weiteren Bildern der Wanderroute

Text & Bilder: Dr. Thomas Woznik