Offenbacher Höhenweg - Erste Sommerbegehung 2026

01.07.2026

Am 21. Juni 2026 wurde der Offenbacher Höhenweg zum ersten Mal in diesem Jahr begangen. Eine Gruppe der Sektion Offenbach des DAV, alle ehrenamtlich tätige Wanderleiter*innen und Trainer, waren gemeinsam unterwegs. Im Rahmen dieser "Erstbegehung" wurden die Brücken begutachtet und die Markierung überprüft. Alles ist in gutem Zustand.

Da die Riffelseehütte noch geschlossen war, startet die Gruppe aus dem Tal und hat bis zum Taschachhaus 1600 Höhenmeter zu bewältigen. Der Weg ist gut markiert und gut zu finden. Bereits vor dem Gletscher sind Restschneefelder zu queren. Der Gletscherzugang und die Gletschertraverse ist vollständig schneebedeckt, nur teilweise etwas tiefer ansonsten guter Trittschnee. Steigeisen bleiben im Rucksack. Der Zugang zum Grat ist mit Stangen sehr gut zu finden. Der Grat selbst ist schneefrei. Eine Passage am Grat ist steil und fordert den Einsatz der Hände. Hier ist auch auf Steinschlag von Vorangehenden zu achten. Wie der Aufstieg am Grat so fordert auch der Abstieg am Grat Trittsicherheit. Die Wegspuren sind klar zu erkennen, die Restschneefelder auf dem Abstiegsgrat können umgangen werden. Der dann folgenden Pfad durch eine steile Flanke abwärts ist schneefrei. Der dann folgende Wegverlauf erfordert Aufmerksamkeit, da noch viele Restschneefelder zu queren sind und die Schneedecke teilweise nicht mehr trägt. Nach unser Begehung erleichtert eine Spur die Orientierung. Das Taschachhaus ist früh zu sehen, der Weg dorthin zieht sich und bietet zudem eine kurzen Gegenaufstieg zur Hütte.

Insgesamt ein lange, lohnende Tour, landschaftlich sehr schön, von der Blütenpracht im Tal hin zur Kargheit des Hochgebirges mit Geröll, Schnee, Gletscher und Blockgrat. Und ein fantastischer Blick auf das Hochgebirge rund um die Wildspitze. Kondition, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind geboten. Steigeisen sollten mitgeführt werden, da der Gletscher sicher schnell ausapert und im Zuge des Gletscherrückgangs zunächst immer steiler wird. Ein gletscherfreier Übergang (siehe Bericht aus 2025) wird in nächsten Jahren über instabiles und teilweise auch steiles Gelände führen.

Text: Michael Jehrke
Bilder: Teilnehmende